Was ist der Schufa Score und welche Daten werden bewertet?
Die Schufa dient Banken und anderen Unternehmen zur Feststellung der Bonität eines Verbrauchers, wobei vor allen Dingen der sogenannte Schufa Score von größerer Bedeutung ist. Außer den persönlichen Daten wie Name, Geburtsdatum etc. werden viele in der Schufa gespeicherten Daten von der Schufa selbst einer Bewertung unterzogen. Zur Bewertung wird das Schufa-Scoring genutzt, im Zuge dessen die vielen Daten auf der Basis bestimmter Vorgaben und Schlüssel bewertet werden. Dabei wird für jedes Merkmal, zum Beispiel Kreditaktivitäten oder Dauer der letzten Beschäftigung, eine bestimmte Punktzahl vergeben. Alle Punkte zusammen ergeben dann den Schufa Score. Das Prinzip ist mit dem aus dem Bankenbereich bekannten Kreditscoring-System zu vergleichen. Für den Verbraucher ist sicherlich interessant zu wissen, welche Daten für den Schufa Score verwertet werden. Neben den bekannten Negativmerkmalen, wie etwas Mahnbescheid oder Eidesstattliche Versicherung, fließen vor allem Kreditaktivitäten, vorhandene Kreditkarten und Girokonten sowie die bisherigen Erfahrungen angeschlossener Vertragspartner in die Bewertung mit ein. Nach Aussage der Schufa fließen hingegen Daten wie Nationalität, Familienstand, der Beruf, das Einkommen oder auch die Wohngegend ausdrücklich nicht mit in den Schufa Score ein, zumal die Schufa natürlich Daten wie Einkommenshöhe auch gar nicht gespeichert hat.
Wie wird der Schufa Score von wem genutzt?
Ein von der Schufa selbst immer wieder klargestellter Punkt im Bezug auf den Schufa Score ist, dass dieser nicht nur von der Bewertung einzelner Merkmale abhängig ist, sondern das „Zusammenspiel“ der Daten von großer Bedeutung für den letztendlich vergebenen Schufa Score ist. Das genaue Bewertungssystem gibt die Schufa nicht bekannt, und somit ist es für den Verbraucher auch sehr schwer, den Score bewusst zu verbessern. Genutzt wird der Schufa Score natürlich vor allem von den Unternehmen, die mit der Schufa kooperieren, also den Banken, Versicherungs- und Telekommunikationsunternehmen. Dabei kann jeder Vertragspartner der Schufa selbst entscheiden, ob die Schufa-Auskunft den Score enthalten soll oder nicht. Die meisten Vertragspartner entscheiden sich jedoch aus Gründen der Effizienz und Wirtschaftlichkeit für die Auskunft mit Schufa Score. Der Hauptgrund ist sicherlich, dass es eine deutlich geringere Bearbeitungszeit benötigt den Score anzusehen, als wenn Bank oder Versicherungsunternehmen die Schufa-Auskunft mit allen Einzelpunkten „analysieren“ müssen. Demgegenüber kann mit einem Blick auf den Schufa-Score eine Beurteilung der Bonität des Kunden erfolgen.
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